7.Oktober 2023   Ein Nachruf

Vor einem Jahr – am 7. Oktober – haben Kämpfer der Hamas die schwer bewachte „Zonengrenze“ nach Israel durchbrochen. Die Folge war ein fürchterliches Blutbad und ein Alptraum für fast 200 Geiseln. Mehr als 60.000 Palästinenser wurden in der Folge durch Bomben und Beschuss getötet und viele werden noch folgen.

Wie kam es dazu?

Der UN-Generalsekretär stellte fest, die Ereignisse von 7.Oktober 2023 hätten sich „nicht aus einem Vakuum ereignet!

Nein – sogar Anallena Baerbock sieht diesen „brutale Überfall“ als Einschnitt in ein „Vorher“ und ein „Nachher“… die Kluge. Es ist für sie schon die zweite „Zeitenwende“ um 360 Grad.


Das „Vorher“ könnte z.B. die gewaltsame Verdrängung der Palästinenser am Ende des Zweiten Weltkrieges (1945) sein. Die jüdische Bevölkerung musste das Deutsche Reich und deren anektierten Gebiete verlassen, um dem Genozid, dem Völkermord durch unsere Väter und Großväter und deren (z.B. ukrainischen) Handlangern zu entkommen. 
Das
„Gelobte Land“ bot sich an, da Ihr HERRGOTT JAVE ihnen bereits von nunmehr 5.000 Jahren versprochen hatte, dort „Milch und Honig“ zu schlürfen. Schon damals wurden die Ur-Einwohner brutalst möglich und mit allerlei Tricks und Raffinessen aus dem Land Palästina verdrängt. 
(Quelle: Altes Testament) 

Im Jahre 70 nach Jesus dem seine Geburt wurden sie wieder herausgeschmissen aus ihrem selbst-erkämpften Paradies. Die Römer kreuzigten -zigtausende von ihnen und erteilten dem Rest striktes Betretungsverbot in dieser Gegend.
Sie wanderten nach Europa, nach Asien und später sogar nach Amerika aus.
Der Traum von
„Milch und Honig“ war aus! Statt dessen gab es überall nur Stress und Pogrome.


Alle Tiere lieben sich –
nur das Opossum Diederich –
dass fanden alle widerlich!“


Bei der zweiten Staatsgründung waren die Israeliten nicht zimperlich: 870 000 Palästinenser mussten in die umliegenden Länder flüchten…

Wir Deutschen waren und sind ja froh, dass die Juden eine neue andere Heimat gefunden hatten. Denn es ist schwer, den Enkeln der Ermordeten in die Augen zu sehen. Mit ein wenig Geld, tätiger Reue in puncto Beutekunst und einer bedingungslosen Staatsraison setzen wir uns dafür ein, dass sie dort bleiben (können), wo sie sind.
Herr Scholz und seine Vorgänger nennen es
„Staatsraison“, die alles, was der Staat Israel macht, entschuldigt oder ignoriert, Hauptsache, das „Existenzrecht Israels“ ist gewährleistet. 
[Wikipedia meint: „Der Begriff der Staatsräson bedeutet das Streben nach Sicherheit und Selbstbehauptung des Staates mit beliebigen Mitteln.] 
Und Israel hat viele Förderer:
Immerhin sind 8 der 14 US-amerikanischen Minister jüdischen Glaubens (
z.B. Außen,-Finanz, Justiz etc. und selbst der Ehemann von Pamela Harris ist es). Kann man ernsthaft erwarten, dass diese dem Chef Israels sagen:

„Nu is aber mal jut – wat ihr da im Gaza-Streifen und im Libanon macht, ist nich janz koscher“…)


„7.Oktober 2023“

Die Palästinenser sollen friedliche Siedler in den benachbarten Kibbuzimen überfallen und das „Super Nova- Festival“ gesprengt haben.
Ohne Zweifel waren sie dort. Wahrscheinlich war das oberste Ziel dieser Kriegsaktion, Geiseln zu nehmen, die man dann gegen eigene politische Gefangene in israelischer Haft austauschen wollte. 
Laut Wikipedia sollen
695 israelische Zivilisten getötet worden sein. 
Die Zahl der getöteten palästinensischen Angreifer wurde mit
1500 Körpern veröffentlicht. 


Das Militär soll angeblich „völlig überrascht“ worden sein und hatte 373 Personen des Sicherheitsdienstes verloren.
Betrachtet man die Szene etwas emotionsloser, waren die 5,6 Millionen Palästinenser*innen seit vielen Jahren von einem doppel- und dreifach gesicherten Grenzzaun zum israelischen Gebiet ausgeschlossen. Von solch einem Zaun hätte das DDR-Regierung nur träumen können...


Wen der genaue Hergang der Militäraktion interessiert, der lese bitte auf Wikipedia: 
„Terrorangriff der Hamas auf Israel“.

Wer der englischen Sprache mächtig ist, erfährt 1000 mal mehr auf den vielen englischen Wikipedia-Seiten:

 "Es ist kein Geheimnis, dass „bereits 2022 den israelischen Behörden unter dem Codenamen „Jericho-Mauer“ ein Dokument vorlag, das bis ins Detail den Angriffsplan beschrieb.“


... am 7. Oktober waren vermutlich rund
3.000.Terroristen nach Israel eingedrungen[87] … somit überquerten rund 6.000 Gaza-Bewohner die Grenze nach Israel.[89]


Was fanden sie dort vor?

Die Kibbuzimen sind Wehrdörfer an den Grenzen Israels. Viele Männer und Frauen laufen dort mit geschulterter „UZZI“ (einer Maschinenpistole) herum – immer in Erwartung von „Feinden“, die hinter dem Zaum leben (müssen).

Jedes Haus verfügt über einen „Savety-room“, in den sich die Bewohner zurückziehen können. 
„Die Notfallverteidigungseinheiten der Kibbuzim, bestehend aus bewaffneten Einwohnern mit teils militärischer Vorerfahrung, waren einige bis mehrere Stunden auf sich alleine gestellt...

 „Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), ... startete als Reaktion darauf die Militäroperation „Eiserne Schwerter“...

Militärsprecher Daniel Hagari meldete am späten Vormittag, dass bislang rund 400 Terroristen im Süden Israels und im Gazastreifen getötet sowie dutzende weitere gefangen genommen worden seien...Der IDF-Sprecher Richard Hecht teilte [am 8.Oktober] mit, dass in Israel rund 1.500 Leichen von Hamas-Terroristen gefunden werden konnten, und bestätigte, dass seit Montagabend kein Hamasterrorist mehr nach Israel eingedrungen sei.[137] [138][139][140][141] [142][143][144]

Ob und wer Gräueltaten begangen hat, wird wohl später einmal aufgearbeitet werden müssen. 
Bisher ist kein Gerichtsprozess wegen Vergewaltigung oder grausamer Kindstötung eröffnet worden – wundert sich die israelischen Tageszeitung „Hazzet“. 
Trotzdem muss es fürchterlich gewesen sein. Die Palästinenser in überschäumender Wut und das israelische Militär in gnadenloser Selbstverteidigung und Rachegelüsten. Es gibt Videos von Militärhubschraubern, die bei dem Festivalgelände recht wahllos auf Autos und Passanten schießen. Ob es Terroristen oder Festivalbesucher waren, die dabei ums Leben kamen, wird eine spätere Obduktion zeigen…

Nach 2 Tagen war der Spuk auf der israelischer Seite der Grenzanlagen vorbei… und begann auf palästinensischer Seite des Kessels.

Jeder kennt die Filmchen aus der Tagesschau und im Internet.

Da wurden mehr als 60.000 Menschen (in Worten Sechzigtausend) tot-gebombt.

 Das zu rechtfertigen, ist wirklich „Staatsräson“. Die USA schickt Waffen und Satellitenfotos. Die deutsche Regierung ist "besorgt", dass dieser neue Genozid - diesmal am palästinensischen Volk – von der deutschen Bevölkerung nicht gutgeheißen wird und stottert etwas von „Zwei-Staaten-Lösung“


Die Tötung dieser tausenden Zivilisten wird den Israelis noch große Probleme bringen: Jedes Opfer hat Eltern, Geschwister oder Kinder. Alle werden die Täter hassen und alles dafür tun, dass diese dort hingehen, wo sie hergekommen sind.

Rein Rechnerisch werden im Jahr 75.000 kleine Palästinenser*innen geboren. Denen wird von ersten Tag an eingebläut, dass sie später einmal Rache üben sollen…

Was meinst Du, was dann los ist???


In einem völlig anderen Zusammenhang tauchte der Begriff „Re-Migration“ auf. 
Gemeint waren die „Ausländer“in Deutschland, die doch bitte schön wieder dorthin zurück gehen sollen, wo sie herkommen sind.

Das können nur Leute vorschlagen, die keine Ahnung von Wirtschaft, Politik, Diversität und globalen Zusammenhängen haben.

Wenn diese 24,9 Millionen Mitbürger das Land verlassen (müssen), dann

„Gute Nacht Marie“ -

da können die 2 Millionen Arbeitslosen auch nichts mehr retten.


Aber wie wäre es, wenn die Israelis, die ja erst seit wenigen Jahrzehnten im „Nahen Osten“ leben, wieder „Re-Migriert“ würden. Von den 6,1 Millionen Israelis jüdischen Glaubens sind einige aus Deutschland, viele aus der Ukraine und Russland und wenige aus der USA.

Vielleicht können wir ja auch noch tauschen mit den 1 Millionen ukrainischen Flüchtlingen, die sich vor ihrem eigenen Krieg geflüchtet haben. 
Schauen wir mal, ob wir dann immer noch diese strikte „Staatsräson“ hätten.
Würden wir ihnen Braunschweig, Kiel oder Hamburg als Exklusiv-Wohnort zur Verfügung stellen, damit sie sich dort „abgrenzen“ können? Oder gar Rostock, Dresden oder Halle? 
Im „Nahen-Osten“ würde ihnen keiner nachweinen und hier? Wären sie hier herzlichst willkommen?
Sie sind halt so drauf wie wir:

militärisch gradlinig, eloquent und herausragend im Ingenieurswesen...
Wenn wir wieder „kriegstauglich“ werden wollten sollen, können wir viel von ihnen lernen. Immerhin verbindet uns eine lange Tradition.

Bolles Pistolius wird stolz auf den Zuwachs sein.


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